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Das neue mobile Betriebssystem.

iOS 11 – ein großer Schritt.

Das im September 2017 ausgerollte Update für iOS ist nicht weniger als eine Runderneuerung des mobilen Betriebssystems.

Inzwischen ist es schon Tradition. Der Herbst bringt Updates für Apples Betriebssysteme. Jährlich wechseln dabei die Schwerpunkte. Und während 2017 die Nutzer von macOS schon sehr genau an der Oberfläche suchen müssen, um neue Funktionen zu entdecken, drängen sich bei iOS 11 die vielen Neuerungen von selbst in den Vordergrund – fast schon Desktop-Feeling auf dem iPad.

Zu den auffälligsten Neuerungen von iOS 11 gehört ohne Zweifel das Dock, das nun auch auf mobilen Geräten Einzug hält. Dort lassen sich jetzt Apps ablegen. Das Dock ist jederzeit und aus jeder App heraus durch einen Wisch vom unteren Bildschirmrand nach oben aufrufbar. Dabei sind auch stets die drei zuletzt verwendeten Anwendungen enthalten, selbst wenn diese vom Nutzer nicht im Dock abgelegt werden. Das erweist sich beim Multitasking als sehr praktisch. Das Dock ist außerdem nützlich, wenn mit Drag&Drop gearbeitet werden soll.

Mit iOS 11 hat Apple diese Funktion auch endlich in das mobile System integriert: Soll beispielsweise ein Bild aus Safari bearbeitet werden, muss dieses nicht erst umständlich gespeichert werden. Es wird direkt ins Dock auf ein App-Symbol gezogen und wird mit der Zielanwendung bearbeitet. Das funktioniert nicht nur bei Fotos, sondern auch mit Texten und anderen Formaten.

Ebenfalls mehr in Richtung Desktop geht eine Neuerung, die das Management von App-Fenstern betrifft. Bisher konnten zwei Apps nebeneinander nur im Modus Slide Over oder Splitview angezeigt werden. Wurde eine App umgeschaltet, war das Arrangement wieder dahin. Dies hat Apple mit den neuen App-Spaces geändert. Zwei App-Fenster werden somit als Arrangement im App-Umschalter abgelegt. Wird eine andere App geöffnet, bleibt die Anordnung der beiden anderen erhalten. Auch das Slide Over ist überarbeitet worden. Eine zweite App kann jetzt als Overlay eingeblendet werden.

Desktop-Feeling auf dem iPad: Das Dock ist jederzeit und aus jeder App heraus durch einen Wisch vom unteren Bildschirmrand nach oben aufrufbar.

Endlich richtiges Dateimanagement.
Diese Funktion dürften sich viele Nutzer schon lange gewünscht haben. Mit der App „Dateien“ erhält iOS eine Art von Dateimanager. Der reicht von seinen Möglichkeiten zwar noch nicht an den Finder heran, ist aber ohne Zweifel davon inspiriert. Die App zeigt alle Dateien auf dem iOS-Gerät, in Apps und auf Cloud-Diensten an, die sonst bisher über die verschiedenen Apps hinweg gesammelt werden und umständlich über den Teilen-Dialog in jeweils andere Apps oder Dienste übertragen werden mussten. Der neue Dateimanager vereinfacht also die Organisation von Dokumenten und wird zu einem zentralen Anlaufpunkt für Materialsammlungen. So kann der Nutzer beispielsweise bei der Recherche schnell Informationen in Ordnern zusammenstellen und die Daten zwischen Apps und Ordnern verschieben. Auch das Anlegen einer Arbeitskopie oder das Umbenennen von Dateien ist jetzt kein Problem mehr. Einen vollständigen Zugriff auf das Datei-system von iOS bietet die App allerdings nicht.

Neues Kontrollzentrum.
Ebenfalls zu den offensichtlichen Neuerungen gehört das umgestaltete Kontrollzentrum. Hier hat Apple aber nicht nur am Design geschraubt, sondern auch einzelne Funktionen hinzugefügt. Dazu gehören beispielsweise die integrierte Fernbedienung für das Apple TV und die aus dem Kontrollzentrum direkt aufrufbare Bildschirmaufnahme. Neu ist ebenfalls, dass der Anwender mehr Möglichkeiten hat, die Elemente nach seinen Wünschen anzuordnen oder sogar nicht benötigte Funktionen zu entfernen – ein kleines Detail, das zur besseren Bedien-barkeit beiträgt.

Der neue Dateimanager vereinfacht die Organisation von Dokumenten und wird zu einem zentralen Anlaufpunkt für Materialsammlungen.

Mehr Produktivität.
Einige Detailverbesserungen erhöhen in erster Linie die Produktivität. Eines von diesen feinen Details, die Anwender schnell nicht mehr missen wollen, betrifft die Besitzer eines iPad Pro mit Apple Pencil. Bei gesperrtem Display genügt es jetzt, einfach kurz mit dem Stift auf den Schirm zu tippen. Sofort öffnet sich die Notizen-App mit einer neuen leeren Seite. Ideal für eine rasche Eintragung oder einen Geistesblitz. Neu in der Notiz-App ist auch der Dokumentenscanner. Über die Kamera lässt sich damit ein Dokument einlesen und direkt mit dem Apple Pencil ausfüllen, unterschreiben und zum Beispiel per Mail verschicken. Notizen wird damit zu einem kleinen „Pages“. Die App unterstützt mehr Textformatierungen und kann sogar mit Tabellen umgehen. Ebenfalls praktisch ist die neue Handschriftenerkennung, die Notizen mit den Fingern, Touch-Stiften und dem Apple Pencil erkennt.

Mehr Sicherheit für Autofahrer.
Eine optionale neue Funktion soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Wird „Beim Fahren nicht stören“ aktiviert, erkennt das Gerät nun, wenn es sich in einem Auto befindet und informiert während der Fahrt nicht mehr über Anrufe, SMS oder Benachrichtigungen. Dabei bleibt auch das Display schwarz. Auf Wunsch kann das iPhone automatisch Antworten auf SMS oder Anrufe verschicken, um den Absender zu informieren, dass der Empfänger gerade am Steuer sitzt. Sobald das Auto steht, werden die eingegangenen Nachrichten angezeigt.

Im Modus für „Nicht Stören“ bemerkt das Gerät jetzt die Fortbewegung in einem Auto.

Lange angekündigt: 32-Bit-Apps sind Geschichte.
Geschäftskunden sollten vor dem Update auf iOS unbedingt überprüfen, ob alle Apps, die im Alltag benötigt werden, auch in einer 64-Bit-Variante vorliegen. Denn mit iOS 11 gehören 32-Bit-Anwendungen der Vergangenheit an. Apple hatte diesen Schnitt mit reichlich Vorlauf angekündigt. Verweigert eine Anwendung also nach dem Update ihren Dienst, ist die Schuld dafür nicht bei Apple zu suchen. Der Entwickler hat die Warnungen von Apple vorher nicht beachtet. Wer sich unsicher darüber ist, ob die App dann noch funktioniert, sollte vor dem Upgrade einen Blick in die iOS-Einstellungen werfen. Unter „Allgemein, Infos, Apps“ gibt es eine Übersicht der auf dem Gerät installierten Apps, die unter iOS 11 nicht mehr funktionieren werden. Für diese muss dann vor dem Upgrade ein Ersatz in 64-Bit beschafft werden. Nachdem Upgrade lässt sich die Anwendung nicht mehr starten. Und damit gibt es auch keinen Zugriff mehr auf Daten, die damit angelegt worden sind.

Das neue iOS 11 kann richtig viel und verbessert die Arbeit mit iPhone und iPad an vielen Stellen. Insbesondere das optimierte Fenstermanagement, das Dock und die Einführung von Drag&Drop lassen die Grenzen zwischen iPad und MacBook weiter verschwimmen. Das neue Betriebssystem bietet Anwendern, die unterwegs mit dem Tablet produktiv arbeiten wollen, einen perfekten Unterbau.

Haben Sie noch Fragen zu Apples neuem Betriebssystem? Wir helfen Ihnen gern weiter!

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