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Fit bleiben mit smarter Technologie

Apps und Gadgets im Gesundheitswesen

Wer auf seine Gesundheit achtet, hat nicht mehr Lebensqualität, sondern spart dem Gesundheitswesen auch Kosten. Smartwatches und Fitnesstracker regen zu einer gesunden Lebensführung an. Auf Rezept gibt es die Apple Watch trotzdem immer noch nicht.

Für viele Menschen gehören Schrittzähler, Pulsmesser und die Dokumentation ihrer Vitalwerte mit einer Smartwatch inzwischen zum Alltag. Auch wenn das mediale Echo zur Bewegung des “Quantified Self”, also der Selbstvermessung und Protokollierung, inzwischen etwas abgeflaut ist.

Apple und Google überwachen die Fitness.

Mit seiner Health App fasst Apple die Vitaldaten seiner Nutzer in einer zentralen Anwendung auf dem iPhone zusammen. Pulsmessungen per Apple Watch oder einem externen (kompatiblen) Tracker, Erfassung der Schlafdaten mit Sensoren oder auch die Messung der täglich zurückgelegten Wegstrecken zählen zu den klassischen Informationen, die sich zentral speichern und auswerten lassen. Google bietet mit Fit einen ähnlichen Ansatz und die großen Player auf dem Markt der Android-Smartphones bieten ganz ähnliche Programme. Im Kern basieren alle darauf, die Werte von internen und externen Sensoren oder Trackern zu erfassen.

Genauere Ergebnisse mit externen Sensoren.

Die eingebauten Sensoren erlauben es jedem modernen Smartphone, die Bewegungen des Nutzers zu erkennen. In Hinblick auf die Genauigkeit schlagen Fitness-Armbänder, smarte Uhren oder Schrittzähler, die am Gürtel getragen werden, die Sensoren der Telefone deutlich. Viele Modelle bieten auch eine Doppelfunktion und ermitteln nicht nur Bewegungen, sondern überwachen auch den Puls. Gemessen wird dabei in periodischen Abständen und mittels einer LED. Deswegen ist es auch wichtig, bei der Auswahl ein Armband zu wählen, das eng anliegt, aber nicht einschnürt. Denn kann Licht von außen auf den Sensor fallen, werden die Messungen ungenau.

Wer nicht nur den Puls, sondern auch den Blutdruck überwachen will oder muss, braucht indes einen Spezialsensor. Hier gibt es eine ganze Reihe von Blutdruckmanschetten, die entweder eine stationäre Messung ermöglichen, d.h. eine Basisstation benötigen, die lediglich die Werte drahtlos an die App weitergibt. Wer es kabellos mag, findet im Handel auch solche Geräte, die direkt am Arm getragen werden und dann die Ergebnisse an das iPhone weiterleiten.

Bei aller technischen Begeisterung darf indes eines nicht vergessen werden. Wann eine Pulskurve noch unauffällig ist, kann nur der Arzt diagnostizieren. “Doktor Google” mit den Werten zu füttern, um eine Diagnose zu erhalten, ist keinesfalls zu empfehlen.

Unkompliziert in der Anwendung und Auswertung sind dagegen Körperwagen, die ihre Werte an die App des Herstellers weiterreichen. Hier gibt es im Fachhandel viele Modelle für jedes Budget.

Wer jeden Morgen müde aufwacht, obwohl er eigentlich frühzeitig zu Bett gegangen ist, schläft vielleicht schlecht. Die Zahl der Apps, die ihren Nutzern versprechen, den Schlaf zu analysieren und dabei zu helfen, besser zu schlafen, ist kaum noch zu überschauen. Auch hier gibt es verschiedene Ansätze. So werten die Apps teilweise die Daten eines Fitnessarmbands aus. Die Kombination aus wenig Bewegung und einem niedrigen Puls wird dann als Schlaf interpretiert. Teilweise soll es aber auch bereits genügen, das Smartphone direkt neben sich auf der Matratze zu platzieren. Wer einmal Bilder aus einem professionellen Schlaflabor gesehen hat, und wie viele Elektroden dort an einem Patienten angebracht werden, um das Schlafmuster zu untersuchen, wird verstehen, dass Ärzte die angewandten Methoden der Apps als alles andere als aussagekräftig interpretieren. Abhilfe versprechen Lösungen wie von Beddit, deren Sensor auf der Matratze liegt.

Krankenkassen zögerlich bei Fitness-Daten.

Die gesammelten Informationen wären natürlich auch für die Krankenkassen interessant. Wer viel für seine körperliche Fitness tut, verursacht schließlich weniger Kosten. Für ein großes mediales Echo haben dann auch vor gut zwei Jahren die Ankündigungen erster deutscher Krankenkassen gesorgt, diese Daten nutzen zu wollen. Allerdings stießen diese Pläne auch auf deutlichen Widerstand aus der Politik. Aktuell hat sich das Thema auch wieder beruhigt. Seinerzeit war noch die Rede davon, beispielsweise die Anschaffung einer Apple-Watch und ähnlicher Fitness-Devices zu bezuschussen, davon kann indes aktuell kaum noch die Rede sein. So gibt es Fitnesstracker teilweise noch als zuzahlungspflichtige Prämie im Rahmen von Bonusprogrammen. Das sieht im Gesundheitswesen der USA ganz anders aus.

Eine Apple Watch auf Rezept oder gar kostenlos, wie noch vor zwei Jahren angekündigt, gibt es in Deutschland indes nicht mehr. Die Krankenkassen stellen aber eine ganze Reihe von kostenlosen Apps zur Verfügung, die sich mit Ernährung, Fitness und Achtsamkeit beschäftigen. Sie geben Tipps, motivieren, aber sind kein Teil einer Therapie, noch eignen sie sich als Fitnesstracker.

Interesse an den Daten der Patienten haben auch Forschungsabteilungen von Pharmaherstellern oder auch Krankenhäuser für Feldstudien. Bei Apple kann der Nutzer auf freiwilliger Basis der Weitergabe der Informationen in anonymisierter Form zustimmen. Diese Kontrolle fällt bei Apps unbekannter Hersteller naturgemäß schwer. Vor der Installation ist es auf jeden Fall ratsam, sich genauer die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen durchzulesen. Das gilt umso mehr, wenn die Informationen über eigene Cloudlösungen synchronisiert werden sollen.

Apps gehören auch zum Praxisalltag.

Natürlich besitzen auch Ärzte ein Smartphone. Was ist also naheliegender, als die Geräte auch in den Berufsalltag zu integrieren? Die Anbieter von medizinischer Fachliteratur treten längst auch als App-Anbieter auf. In erster Linie werden iPhone & Co aber hier als Nachschlagewerk eingesetzt. Ob eine Übersicht von Laborwerten und deren Gewinnung (Labormedizin pocket) oder Klassiker wie den Pschyrembel stecken Ärzte sprichwörtlich in die Tasche. Daneben gibt es auch Anwendungen, wie Embryotox, die sich an Spezialisten wenden. Ärzte in der Ausbildung und Studierende werden beim Besuch der App-Stores eine ganze Reihe von Lernhilfen zur Vorbereitungen auf Prüfungen vor finden. Das moderne Gesundheitswesen ist indes ohne Digitalisierung und Computer nicht mehr vorstellbar. Abseits der App-Stores greifen die Ärzte in Kliniken auf branchen- und herstellerspezifische Anwendungen zu, um Daten mobil im Klinikinformationssystem (KIS) einzusehen und zu bearbeiten.

Für eine individuelle Beratung zum Thema Gadgets für die Gesundheit stehen wir Ihnen sehr gern persönlich zur Verfügung!

 

 

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