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macOS High Sierra

Neue zukunftsweisende Technologien und verbesserte Features.

Die inzwischen bereits 14. Ausgabe von Apples Desktop-Betriebssystem verspricht zumindest nach außen keine Revolution. So knüpft der Produktname “High Sierra” unmittelbar an den Vorgänger an. Er untertreibt damit aber auch ein wenig. Denn Apple hat deutlich mehr am System gearbeitet, als nur etwas Kosmetik zu betreiben.

Ende September war es wieder soweit. Nach der obligatorischen längeren öffentlichen Betaphase tauchte die neueste Version von macOS im App Store auf. Apple ist für die Namensgebung diesmal nicht weiter die Liste von amerikanischen Sehenswürdigkeiten durchgegangen. “High Sierra” deutet bereits an, dass es sich um eine Weiterentwicklung von Sierra, also dem direkten Vorgänger handelt.

So kann High Sierra als Metapher dafür gesehen werden, auf dem Gipfel der Entwicklung des Systems angekommen zu sein. Der Anwender wird dagegen nach der Installation erst einmal nach Neuerungen suchen.

Arbeiten am Fundament.

Tatsächlich hatte Apple zuvor bereits angekündigt, sich bei diesem Release in erster Linie um den technischen Unterbau kümmern zu wollen. Der größte Teil der Arbeiten fand in den Tiefen des Systems statt. Wenn man so will, hat Apple die Grundmauern des Hauses saniert. Allerdings wurde nicht nur am Kern des Systems gewerkelt. Die zahlreichen Verbesserungen an Details fallen nur nicht sofort ins Auge.

Ein neues Dateisystem.

Die wohl größte Neuerung ist ohne Zweifel die Einführung des neuen Dateisystems APFS. Apple File System löst HFS+ ab. Bereits vor drei Jahren wurde mit der Entwicklung dieser zentralen Komponente begonnen. Gegenüber seinem Vorgänger ist es auf optimale Leistung beim Einsatz von SSD und Flash-Speichern getrimmt.

Ist eine SSD im Mac eingebaut, wird während der Einrichtung von High Sierra das Dateisystem in das neue Format konvertiert. Ziel bei der Entwicklung von APFS war es nicht, den Datendurchsatz zu erhöhen.

Es ging in erster Linie darum, Verzögerungen während der Arbeit (Latenzen) zu reduzieren. Dazu dient beispielsweise ein neuer Mechanismus, der “Copy-On-Write” genannt wird. Beim Kopieren von Dateien legt das System lediglich einen neuen Verweis an. Binnen Sekunden können so Dateien im Gigabyte-Bereich kopiert werden. Ein integraler Bestandteil von APFS ist auch ein Verschlüsselungsmechanismus, der anders als bei File Vault nicht nur Partitionen, sondern bei Bedarf auch einzelne Dateien schützt. Für Business-Anwender stellt sich natürlich die Frage, ob die Konvertierung gleich erfolgen sollte. Nun hat Apple zwar nicht das Rad neu erfunden, sondern bewährte Ansätze aus ZFS (Zettabyte File System) oder BTRFS (B-Tree-Filesystem) übernommen. Da die Konvertierung aber auch später noch über das Festplattendienstprogramm nachgeholt werden kann, spricht auf geschäftlich genutzten Macs nichts dagegen, noch das eine oder andere Service-Update von High Sierra abzuwarten.

Mehr Grafikpower mit Metal 2.

Die in macOS genutzte Grafikschnittstelle Metal erreicht in diesem Release die Versionsnummer 2. Auch dort hat sich einiges getan. Bei der 3D-Darstellung wurde ein spürbarer Geschwindigkeitsgewinn erreicht. Die Optimierungen hat Apple übrigens in Zusammenarbeit mit Spielepublishern umgesetzt. Aber nicht nur Gamer werden von der höheren Performance profitieren. Auch im Alltag wird das Hantieren mit mehreren Finder-Fenstern oder in Mission Control deutlich flotter sein. Spiele- und Videoprofis, die aus dem Mac das Maximum an Grafikleistung herausholen wollen, können dank Metal 2 externe Grafikkarten an die Thunderbolt-Schnittstelle anschließen.

Die spürbare Beschleunigung erhalten in dieser Konstellation aber nur Displays, die direkt an die externe Karte angeschlossen worden sind.

Ein Plus an Intelligenz und Komfort.

Auf den zweiten Blick gibt es dann auch viele Neuerungen, die es an die Oberfläche geschafft haben. Die App Fotos etwa hat eine leichte Überarbeitung der Oberfläche erfahren und einige zusätzliche Filter- und Bearbeitungsfunktionen bekommen, die von nicht wenigen Anwendern schmerzlich vermisst wurden. Insgesamt wirkt die Bedienung in der neuen Version auch logischer. Überarbeitet wurde hier auch die Gesichtserkennung, die jetzt verschlüsselt über iCloud mit allen Geräten des Nutzers synchronisiert wird. Bisher musste auf jedem Device die Erkennungsfunktion erneut trainiert werden.

Der Browser Safari soll mit der neuen Version flinker arbeiten. Mögen die Anwender im Alltag davon vielleicht nichts bemerken, gibt es zwei Funktionen, die das Surfen einfach angenehmer machen. So blockiert Safari jetzt die besonders nervigen Werbespots, die beim Besuch einer Site sofort abgespielt werden.

Zumindest wenn diese eine Tonspur enthalten. Aber natürlich kann der Anwender in den Einstellungen des Programms dies fallweise für so blockierte Sites wieder freischalten. Zum anderen sorgt das von Apple so getaufte “Intelligent Tracking Prevention” für etwas mehr Privatsphäre im Netz. Es blockiert nach 24 Stunden den Zugriff auf Cookies, die von Werbenetzwerken ausgewertet werden. Nur noch die Site, die den Cookie ursprünglich gesetzt hat, darf dann noch darauf zugreifen. Damit wird gewährleistet, dass man sich damit beispielsweise noch seinen Warenkorb in einem Shop ansehen kann. Die Werbung zu Produkten, die einen penetrant beim Surfen zu verfolgen scheint, wird damit aber unterbunden.

Das Spracherkennungssystem Siri lernt dazu und hat neue Stimmen bekommen. Interessant für alle, die noch Hemmungen haben, mit ihrem Computer zu reden, ist sicherlich die Chatfunktion. Wird die Bedienungshilfen-Funktion aktiviert, kann man Siri auch Kommandos per Tastatur erteilen oder Fragen stellen. Mit jeder Benutzung lernt das System die Vorlieben des Nutzers besser kennen. Und optional können diese Informationen auch mit den anderen Geräten abgeglichen werden. Siri wird also durchweg persönlicher. Möglich wird dies durch maschinelles Lernen. Diese Technik kommt jetzt auch in der Suchfunktion von Mail zum Einsatz. Hier werden bei den Ergebnissen zwei Top-Treffer herausgestellt, die nach Relevanz ermittelt werden. Dabei greift das System auf die Zahl der gelesenen und beantworteten Nachrichten zurück und versucht somit, besonders wichtige, zur Suche passende Nachrichten zu ermitteln.

Der Schritt in die Zukunft.

In Anwenderforen und sogar Fachmagazinen keimte im vergangenen Jahr der Verdacht auf, Apple könne sich von der Produktion seiner Macs verabschieden und habe die Lust daran verloren. Davon ist in High Sierra jedenfalls nichts zu spüren. Die Runderneuerung im Kern macht macOS fit für die Zukunft und ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Und auch die vielen Detailverbesserungen an der Oberfläche machen High Sierra zu einem Update, das sich auch für Endanwender lohnt.

Weitere Fragen zum neuen Betriebssystem sowie zur Kompatibität und Installation beantworten wir Ihnen sehr gern!

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